KaninchenInfo EU


Vermittlung unserer Kaninchen


 

Hier gibt es Informationen zu den wichtigsten Fragen rund um das Thema Vermittlung unserer Kaninchen.

 

1. Warum werden unsere Kaninchen nicht in Einzelhaltung vermittelt?

Kaninchen sind gesellige Tiere, die in der freien Natur in großen Gruppen leben und ein hochkomplexes Sozialverhalten besitzen. Kaninchen sind daher mindestens zu zweit zu halten! Ein einzeln gehaltenes Tier leidet unter der Isolation!

Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass nur ein anderes Kaninchen das Bedürfnis nach Gesellschaft stillen kann. Nicht ein Mensch und auch nicht, wie so oft irrtümlich praktiziert, ein Meerschweinchen. Es handelt sich um unterschiedliche Tiere, die einander nicht verstehen. Die Gemeinschaftshaltung von einem Kaninchen mit einem Meerschweinchen geht auf ein in den 1970er Jahren entwickeltes Verkaufskonzept des kommerziellen Tierhandels zurück, um hier auf Kosten der Tier den „Warenumsatz“ zu erhöhen.

Kaninchen leben in großen Kolonien und besitzen ein komplexes Sozialgefüge. Sozialkontakt zu Artgenossen ist ein elementares Grundbedürfnis.

 

2. Warum werden unsere Kaninchen nicht in Käfige oder handelsübliche Ställe vermittelt?

Der Bewegungsdrang von Kaninchen ist enorm.

Wer seine Kaninchen (selbst zeitweilig) im Käfig hält, schädigt deren Gesundheit. Stall- oder Käfighaltung ist Tierquälerei! Diese Haltungsform entwickelte sich in den 1870er Jahren, als im Zuge der Industrialisierung und Verelendung der Stadtbevölkerung eine billige Fleischversorgung nötig war.

Niemand käme wohl auf den Gedanken, einen Hund in einen Käfig zu pferchen. Bei Kaninchen wird eine solch tierquälerische Haltung immer noch als "normal" angesehen und akzeptiert. Ein normales Aufrichten oder ein arttypischer Hoppelsprung sind hier unmöglich.

 

Erst die Entwicklung zur Wohlstandsgesellschaft ab den 1960er Jahren ließ Kaninchen vom reinen Nutztier auch zum Heimtier werden, was zu einer regelrechten „Vermarktung“ der Tiere als billiges und anspruchsloses „Kinderspielzeug“ führte, da dies dem kommerziellen Tier- und Tierbedarfshandel einen Millionenumsatz auf Kosten der Tiere ermöglicht.

Kaninchen werden bewusst als billiges und williges Kinderspielzeug vermarktet, da mit dem leid der Tiere ein Millionen Umsatz generiert wird. Die Tiere zahlen den Preis durch oft lebenslanges Leiden.

 

Mit einigen Stunden Auslauf am Tag ist es nicht getan, Bewegung muss rund um die Uhr möglich sein. Vor allem, da Kaninchen ihre Hauptaktivitätsphasen in der Dämmerung und bei Nacht haben. Auch die im kommerziellen Handel angebotenen so genannten „Freiläufe“ sind hier keinesfalls ausreichend.

Die Tiere werden schutzlos jedem Fressfeind ausgeliefert, aus ihrem gewohnten Umfeld herausgerissen und ein normaler Hoppelsprung ist auch hier unmöglich. Temperaturen über 25°C sind daher bereits bedrohlich, so das viele Tiere einem Hitzschlag erliegen.

Das durch gewissenlose Züchter und Tierhändler in den letzen Jahren massiv beworbene "Kaninhop", also das Herumführen von Kaninchen an Leinen ist gar keine Option. Ganz im Gegenteil sind Leinen und Geschirre für Flucht- und Beutetiere, wie es Kaninchen biologisch sind, eine der widerwärtigsten Formen der Tierquälerei.

Bei zwei Kaninchen müssen mindestens 6 Quadratmeter als dauerhaftes - selbstverständlich nach allen 6 Seiten ausreichend gesichertes - Gehege zur Verfügung stehen. Hier gilt: Je mehr, desto besser.

Ein normaler Hoppelsprung beträgt 60 cm. Ein normaler Sprunggalopp 150 cm.

 

3. Warum werden unsere Kaninchen nur in Außenhaltung vermittelt?

Wildkaninchen bevorzugen als Lebensraum offenes Gelände mit leicht begrabbarem Boden. Dort legen sie unterirdische Baue an. Diese Baue können bis zu drei Meter tief in die Erdoberfläche ragen und eine Länge von 45 Metern besitzen. Sie werden vorwiegend in den Morgen- und Abendstunden verlassen. Kaninchen sind daher Grabtiere.

Als potenzielle Beutetiere vieler Boden- und Luftfeinde leben Kaninchen stets in höchster Anspannung und Aufmerksamkeit ihrer Umgebung gegenüber. Bei Gefahr nutzen sie ihre sicheren, schnell erreichbaren Unterschlupfe und Baue. Das Anlegen von Bauten ist für diese Tiere daher elementarstes Grundbedürfnis.

Artgerechte Haltung von Kaninchen bedeutet, ihnen einen sicheren und naturnahen Lebensraum zu schaffen, in dem sie ihre Grundbedürfnisse ausleben und entsprechend graben können.

Wildkaninchen ruht in seinem Bau. Baue sind daher elementares Grundbedürfnis.

 

4. Warum werden Kaninchen nur vermittelt, wenn sie trockenfutterfrei ernährt werden?

Die Wildform unserer Hauskaninchen ernährt sich in erster Linie von Gräsern, Kräutern, Rinden, Zweigen und - wenn sie diese erreichen - auch Blättern von Gemüsepflanzen. Entsprechend benötigen Kaninchen ausschließlich Frischfutter.

Wichtig ist, das selektive Fressen der Tiere zu ermöglichen, d. h. möglichst viele verschiedene Sorten Frischfutter anzubieten, im Idealfall immer das jeweilige Gemüse der Saison, sowie frische Gräser und Kräuter. Qualitativ hochwertiges Heu lässt sich idealerweise vom Bauern oder Reiterhof beziehen.

Die im Handel und diversen Internetshops angebotenen Futtermischungen und Futterergänzungen benötigen Kaninchen nicht. Trockenfutter wurde ab 1953 für den Bedarf der industriellen Massentierhaltung entwickelt. Seit einigen Jahren werden diese Futtermittel mit bunten Verpackungen und allerlei Marketingtricks - zu völlig überteuerten Preisen - dem gutgläubigen Heimtierhalter angeboten, um ihm zu suggerieren, seinen Tieren etwas Gutes zu tun. Sie schädigen jedoch nachhaltig die Verdauung und können in der Konsequenz zu einem frühen Tod der Tiere führen.

Hierzu zählen nicht nur die getreidehaltigen Produkte, sondern ebenso die insbesondere im Internet, sozialen Netzwerken und vorgeblichen „Tierschutzforen“ feilgebotenen angeblich "gesunden" - weil getreidefreien - Futtermischungen. Diese sind zwar immerhin getreidefrei, werden aber auch als Trockenfutter oder in pelletierter Form angeboten.

Insbesondere in Internetforen und sozialen Netzwerken werde diese so genannten "gesunden", weil getreidefreien Produkte massiv beworben und vertrieben, denn hier trifft man keinesfalls auf kompetente Tierärzte, Tierpfleger oder andere qualifizierte Personen, sondern auf Menschen, die ihre persönlichen Wünsche auf die Tiere projizieren, die Tiere vermenschlichen und ihre eigenen Defizite auf Kosten der Tiere kompensieren. Selbst in der Versuchstierhaltung, dem kommerziellen Handel und der Zucht wird nicht ansatzweise so viel Tierleid und Tierelend produziert, wie in den Internetforen und anderen sozialen Netzwerken.

Auch getreidefreies Trockenfutter wird aber nicht zermahlen, sondern nur zerquetscht und verhindert dadurch u. a. den essentiell notwendigen Zahnabrieb!

Die Fütterung mit Trockenfutter bedeutet daher eine völlige Negierung der arttypischen Futteraufnahme der Tiere. Zahnfehlstellungen, Aufgasungen, Trommelsucht und Durchfall sind die typischen Folgen.

Zahnspitzen aufgrund Gabe von Trockenobst und Trockengemüse. Jegliche Gabe von Trockenfutter führt zu einer kiefermechanischen Fehlbelastung.

 

5. Warum werden unsere Rammler nur kastriert abgegeben?

Da nur durch die Kastration eine artgerechte Haltung möglich ist. Einzelhaltung ist Tierquälerei. Unkastrierte Rammler würden sich extrem bekämpfen, die gemeinsame Haltung mit weiblichen Kaninchen ist grundsätzlich nur bei kastrierten Rammlern möglich, da wir keinerlei Vermehrung unterstützen.

 

6. Warum werden nur geimpfte Tiere abgegeben?

Nur eine regelmäßige Impfung bietet Schutz vor Myxomatose und Chinaseuche (RHD). Die Virus-Erreger können leicht mit den Schuhen in das Gehege eingeschleppt, über Gegenstände und Futter oder durch Mückenstiche übertragen werden. Beide Infektionskrankheiten enden im Regelfall für ein ungeschütztes Kaninchen tödlich.

Mxyomatoseausbruch bei einer "Tierretterin", die der Ansicht war, in reiner Wohnungshaltung ihre Tiere nicht impfen lassen zu müssen. Alle Tiere konnten nur unverzüglich von ihren Leiden erlöst werden.

 

7. Warum tragen unsere Vermittlungstiere einen Transponder (Mikrochip) und sind registriert?

Obwohl wir selbstverständlich vor einer Vermittlung darauf achten, dass das Gehege nach allen 6 Seiten gegen das Eindringen von Freßfeinden und das Entweichen der Langohren gesichert ist, gibt es natürlich nie einen 100%igen Schutz. So kann z. B. ein bei Gewitter umstürzender Baum das Gehege beschädigen und plötzlich sind die Kaninchen weggelaufen.

Wird ein solches Kaninchen aufgefunden, wird es im Regelfall in ein Tierheim oder zum nächsten Tierarzt gebracht, allerdings kann es ohne Transponder und entsprechende Registrierung sehr schwer oder gar nicht an die Halter zurückvermittelt werden. Durch das Auslesen des an der linken Halsseite (dies ist der internationale Standard) implantierten Transponders können durch Abfrage der 15-stelligen Nummer bei TASSO die Kontaktdaten von KiEU ermittelt werden und wir somit sofort durch den Finder informiert werden.

Weiterhin ist somit jedes Kaninchen jederzeit eindeutig identifizierbar. Zwar geben wir dem neuen Halter bei Vermittlung grundsätzlich eine Übersicht der durchgeführten tierärztlichen Maßnahmen mit, trotzdem kann es in besonderen Fällen einmal notwendig sein, das der Tierarzt des neuen Halters mit unserer bestandsbetreuenden Tierärztin Rücksprache halten muss. Hat dann der neue Halter dem Langohr einen anderen Namen gegeben, ist unabhängig vom Namen das jeweilige Langohr jederzeit eindeutig zuzuordnen.

 

8. Warum verwenden wir zur Beschreibung unserer Tiere nicht den Begriff „Rasse“?

Die Zucht und Vermehrung von Tieren, vor allem aber die Zucht- und Rasseideologie lehnen wir aus ethischen Gründen strikt ab!

Nicht nur die Haltungsbedingungen in Boxen, das Fördern von Kaninhop und das Präsentieren von Tieren auf Ausstellungen ist de facto und de jure Tierquälerei, die organisierten Züchter verhindern mit ihrer destruktiven Lobbyarbeit auch jegliche Verbesserung der Haltungsvorschriften und somit der Lebensbedingungen der Tiere.

Insbesondere aber vertreten und verbreiten sie mit ihrer Zucht- und Rasseideologie ein Gedankengut, das angewandt auf den Menschen und politisch umgesetzt zu den größten und unfassbarsten Verbrechen der Menschheit führte.

Rassekunde an einer deutschen Schule während der 1940er Jahre. Farbtafel zur Bestimmung der "Rasse".

Die dubiosen so genannten "Rassestandards" haben nicht nur zu etlichen Qualzuchten geführt, sondern stellen vor allem eine Ideologie dar, die den „Wert“ eines Menschen oder Tieres über ein willkürlich definiertes Erscheinungsbild definiert und jeglichen ethischen und moralischen Grundsätzen zuwiderläuft.

So genannter "Englischer Widder"
Diese armen Tiere können und dürfen nie ein artgerechtes Leben führen, sondern sollen nur einem kruden "Rassestandard" entsprechen.

 

9. Warum vermitteln wir unsere Schützlinge nur regional?

Auch unter günstigen Bedingungen und über nur kurze Strecken stellt jeder Transport für ein Kaninchen eine erhebliche Belastung dar, denn er ruft Veränderungen des Hormonhaushalts und des Stoffwechsels hervor, die sich zum Teil erst nach einer Woche wieder einpendeln. Die Umstände der Fahrt in einer sich bewegenden Umgebung und in einem geschlossenen Behältnis ohne Orientierungsmöglichkeit können zu panischem Verhalten führen. Platzmangel, herabgeminderte Beweglichkeit und Beschränkung in der Individual- und Fluchtdistanz stellen zusätzliche Stressfaktoren dar.

Selbstverständlich freuen wir uns für jeden Schützling, den wir in ein schönes Heim vermitteln können, da es jedoch bundesweit Tierheime gibt, in denen Kaninchen ein schönes Heim suchen, stellen wir bei überregionalen Anfragen Kontakt zu den dortigen Tierheimen her.

 

10. Warum finden grundsätzlich immer ein Vorgespräch und eine Vorbesichtigung statt?

Da wir ausschließlich in artgerechte Haltung vermitteln, führen wir mit jedem Interessenten grundsätzlich ein Vorgespräch und eine vor Ort Besichtigung der geplanten Haltung durch. Während des Vorgesprächs wird der Interessent über die Ansprüche und Bedürfnisse der Tiere informiert und über die Möglichkeiten der Gestaltung einer artgerechten Haltung beraten.

Bei der vor Ort Besichtigung wird häufig gemeinsam die Gestaltung eines Geheges oder die Erweiterung eines bereits bestehenden Geheges geplant.

Dieses Gehege bietet noch keinen ausreichenden Schutz gegen Hunde. Auch der Witterungsschutz muss bedacht werden.

Wenn hinsichtlich Platz, Sicherheit, Ernährung etc. alle Voraussetzungen für eine artgerechte Haltung gegeben sind, kann dann eine Vermittlung des / der gewünschten Tiere erfolgen.

 

11. Warum steht bei einigen Tieren der Hinweis, dass sie erst ab einem in der Zukunft liegenden Datum zur Vermittlung frei sind?

Unsere Schützlinge kommen aus den unterschiedlichsten Gründen und in unterschiedlichstem Gesundheitszustand in unsere Obhut. Im Regelfall sind z. B. die Rammler nicht kastriert, so dass die Kastration erst bei uns durchgeführt wird und sie dann selbstverständlich ihre 6 wöchige Kastrationsquarantänen einhalten müssen.

Oft ist auch eine Ernährungsumstellung erforderlich, eventuelle Krankheiten müssen austherapiert werden etc., weswegen die Tiere nicht sofort nach ihrer Aufnahme bereits vermittelbar sind.

Klassisches Sohlenballengeschwür verursacht durch Käfighaltung oder falschen Untergrund (Teppich etc.). Hinterlauf eines Kaninchen bei artgerechtem Untergrund (Erde).

Trotzdem darf man sich natürlich schon in die Tiere verlieben, Vorgespräch und Vorbesichtigung durchführen, so dass die Tiere nach Ablauf der Vermittlungssperre schnell in ein schönes Heim umziehen können.

 

12. Warum steht bei einigen Kaninchen ein „Interessent“ oder ein „Reserviert“?

Da zwischen dem Zeitpunkt z. B. einer Mailanfrage und des Vorgesprächs bis zum Zeitpunkt der vor Ort Besichtigung einige Zeit vergehen kann, wird durch die Angabe „Interessent“ vermerkt, das für dieses Tier bereits ein Interessent vorhanden ist.

Bei der vor Ort Besichtigung wird häufig auch gemeinsam die Gestaltung eines Geheges oder die Erweiterung eines bereits bestehenden Geheges geplant. Da die Umsetzung der Planung und der Bau eines schönen Geheges im Regelfall etwas Zeit in Anspruch nehmen, wird das betreffende Tier selbstverständlich für den Zeitraum der „Bauarbeiten“ für den Interessenten reserviert.

Gut Ding braucht Weile und so benötigt der Bau eines Geheges auch seine Zeit. Dafür fühlen sich unsere Schützlinge nach ihrer Vermittlung in ihrem neuen Heim auch sichtlich wohl.

13. Warum muss ich einen Schutzvertrag unterschreiben?

Bezüglich der Aufnahme, Betreuung und Vermittlung unserer Schützlinge unterliegen wir einer Dokumentationspflicht, d. h. Informationen wie Herkunft und Verbleib eines Tieres, Gesundheitsdaten (Krankheiten und deren Verlauf), durchgeführte therapeutische oder prophylaktische Maßnahmen (z. B. Impfungen, Kastrationen), Fundtiermeldungen etc. sind für jedes einzelne Tier zu dokumentieren und aufzubewahren.

Zwar sind Tiere gem. §90a BGB keine Sachen, allerdings sind bezüglich des Eigentumsrechts die für Sachen geltenden Vorschriften rechtlich relevant und der Übernahmevertrag ist somit für uns der Nachweis des Verbleibs des betreffenden Tieres und für den Halter der Nachweis der Eigentumsübernahme seines Tieres.

 

14. Welche persönlichen Angaben befinden sich auf dem Schutzvertrag?

Für den Schutzvertrag benötigen wir den Namen, die Anschrift und die Personalausweisnummer. Zusätzlich kann (für eventuelle Rückfragen) die Telefonnummer und / oder Emailadresse angegeben werden.

 

15. Werden meine persönlichen Daten weitergegeben?

Nein, die Vorgaben des Bundesdatenschutzgesetzes werden strikt beachtet. Persönliche Daten werden nur und ausschließlich dann weitergegeben, sofern ein gesetzlicher Auskunftsanspruch (Bestandsbuchprüfung durch das zuständige Veterinäramt) besteht.

 

16. Warum steht bei manchen Kaninchen der Zusatz „Privatvermittlung“?

Diese Kaninchen werden nicht durch KaninchenInfo EU, sondern durch Privatpersonen betreut und vermittelt.

Selbstverständlich stellen wir nur solche Privatvermittlungen auf unserer Seite ein, bei denen wir wissen, dass es sich um entsprechend qualifizierte und seriöse Pflegestellen oder gut geführte Tierheime handelt.

An der Vermittlung über Internetforen oder andere soziale Netzwerke beteiligen wir uns aus Gründen der Seriosität grundsätzlich nicht.

 

17. Warum muss ich eine Schutzgebühr entrichten und wie hoch ist sie?

Die Schutzgebühr ist kein Preis, sondern ein Steuerungsinstrument und dient, wie der Name schon sagt, in erster Linie dem Schutz der Tiere. Leider ist vielen Menschen das, wofür sie bezahlen müssen mehr wert, als das, was sie umsonst bekommen.

Ebenfalls ist eine Schutzgebühr als Beitrag zu den angefallenen Kosten sehr wichtig.

Immer wieder hören wir von Leuten: "Seid doch froh wenn Ihr Eure Tiere loswerdet!". Doch uns geht es im Tierschutz nicht um ein schnelles "Loswerden" oder kommerziellen Tierhandel, sondern darum, für jedes einzelne Tier das bestmögliche Zuhause zu finden und auch für weitere Schützlinge die bestmögliche Betreuung und tierärztliche Versorgung gewährleisten zu können. Und das kostet leider auch Geld.

Die Schutzgebühr für einen kastrierten und geimpften Rammler liegt bei 30,00 Euro, die Schutzgebühr für eine geimpfte Häsin bei 30,00 Euro.

 

18. Wie sind die Erreichbarkeiten von KaninchenInfo EU?

Mailanfragen sind an info@kanincheninfo.eu zu richten, für telefonische Anfragen steht im Regelfall von Dienstag bis Freitag von 19:00 Uhr bis 20.00 Uhr die 04 21 / 6 84 28 02 zur Verfügung, ansonsten bitte den Anrufbeantworter besprechen.

Das Team von KaninchenInfo EU arbeitet ehrenamtlich, d. h. sie haben einen Beruf und arbeiten ausschließlich in ihrer Freizeit für die Tiere. Hierzu gehören auch viele Tierarzt- und vor Ort Termine. Die Versorgung der Tiere hat hier gegenüber telefonischer Erreichbarkeit absolute Priorität, deswegen kann bei hohem Anfrageaufkommen ein Rückruf evtl. erst einige Tage später erfolgen.

Viele unserer Schützlinge benötigen häufige Tierarzttermine und zeitintensive Betreuung, bis sie zur Vermittlung freigegeben werden können. Aus diesem Grunde ist man nicht immer telefonisch erreichbar und können Mailanfragen schneller beantwortet werden.

Mailanfragen können daher grundsätzlich schneller beantwortet werden, als Ansagen auf dem Anrufbeantworter und werden aus diesem Grund bevorzugt.

Das Bearbeiten von Mailanfragen erfolgt im Regelfall jeweils morgens und abends.

 

19. Wo kann ich mir einen Überblick über die zur Vermittlung stehenden Tiere verschaffen?

Ein Überblick über die zur Vermittlung stehenden Kaninchen findet sich auf der Webseite „www.kanincheninfo.eu“ in der Rubrik „Vermittlung“.

 

20. Wie aktuell sind die Angaben zu den Vermittlungstieren auf unserer Webseite?

Die Angaben zu den Vermittlungstieren auf unserer Webseite sind im Regelfall tagesaktuell. Trotzdem kann es natürlich auch einmal zu einer zeitlichen Überscheidung kommen, wenn z. B. für ein Tier tagsüber eine Reservierung vorgenommen wird und die Aktualisierung der Daten erst abends erfolgt.

 

21. Kann ich mir die Tiere auch einmal vor Ort anschauen?

Selbstverständlich kann man sich unsere Schützlinge auch einmal ansehen und persönlich kennenlernen.

Hier sind im Regelfall Samstags oder unter der Woche ab den frühen Abendstunden Besuchstermine möglich.

 

22. Warum kann ich ein Tier nicht einfach sofort mitnehmen?

Uns geht es im Tierschutz darum, für jedes einzelne Tier das bestmögliche Zuhause zu finden. Entsprechend legen wir Wert auf eine ausführliche Beratung hinsichtlich der Ansprüche der Tiere und eine artgerechte Haltung.

Dafür müssen wir uns selbstverständlich die Gegebenheiten vor Ort anschauen, um ggf. Vorschläge für die Umgestaltung eines bereits vorhandenen Geheges machen, oder gemeinsam mit den zukünftigen Haltern ein artgerechtes Gehege planen zu können.

Soll ein Kleintier mit einem bereits vorhanden vergesellschaftet werden, ist hier eine sorgfältige Planung und durchdachte Herangehensweise sehr wichtig, da man die Tiere nicht „einfach so“ zusammensetzen kann. Insbesondere bei Kaninchen ist das Klären der Rangordnung durch Jagen, Beißen, Kämpfen und Berammeln ein integraler Bestandteil des arttypischen Verhaltens.

 

23. Ich suche ein Partnertier für ein vorhandenes Kaninchen, weiß aber nicht, wie und wo ich sie vergesellschaften soll?

Hier sind wir gerne hilfsbereit und begleiten die Vergesellschaftung vor Ort oder führen sie (Zeit und freie Kapazitäten vorausgesetzt) nach Absprache auch komplett bei uns durch. Zusammenführungen im Haushalt des Halters werden oft vorschnell abgebrochen, da die Halter Angst haben, dass die Tiere sich verletzen und von den gerade für Kaninchen völlig normalen und arttypischen Rangordnungskämpfen irritiert sind.

Innerhalb einer Kaninchenpopulation gibt es eine klare Rangordnung. Rangordnungskämpfe mit Verfolgungsjagden, gegenseitigem Berammeln etc. sind daher fester Bestandteil der Interaktion der Tiere.

Ebenfalls ist bei einer Vergesellschaftung zu beachten, dass diese immer in einem revierneutralen Raum vorgenommen werden muss, dieser steht aber nicht in jedem Haushalt zur Verfügung.

Hierfür wird im Regelfall das eigenen Kaninchen am Samstagvormittag zu uns gebracht und am Montag dann das „fertige Pärchen“ wieder abgeholt.

 

24. Ich plane die Anschaffung von Kaninchen und habe daher viele Fragen.

Hier können Sie sich selbstverständlich jederzeit mit allen Fragen an unsere Kaninchenberater von KaninchenInfo EU wenden. Von A wie Aussengehege bis Z wie Zähne stehen wir jederzeit bei allen Fragen rund um das Thema „Kaninchen“ gern zur Verfügung.

Das gilt natürlich auch für die Zeit nach der Vermittlung oder falls Sie eigentlich gar kein Kaninchen suchen, sondern sich „nur so“ gern informieren möchten.

 

25. Ich suche ein Kaninchen, finde aber kein passendes oder es ist gerade keins zur Vermittlung frei.

Auch hier können Sie sich selbstverständlich jederzeit unsere Kaninchenberater von KaninchenInfo EU wenden. Da diese auch mit einigen anderen Tierheimen und privaten Pflegestellen zusammenarbeiten, lässt sich hierüber eventuell das passende Langohr finden.

 


 

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